Life Balance in Schieflage? Beitrag 5: EINEN PLATZ IN DER WELT FINDEN – Das 5. Lebensjahrsiebt

Im 5. Lebensjahrsiebt (28 bis 34 Jahre) beschäftigen sich Anna und Max mit dem Thema: Einen Platz in der Welt finden. Welche Herausforderungen sie wohl zu meistern haben? Lesen Sie weiter, um dies herauszufinden:

So langsam verabschiedet sich Anna vom Spiel der unbegrenzten Möglichkeiten und landet auf dem Boden der Realität. Mit der Entscheidung für die Wirklichkeit nimmt die Berufswahl Formen an oder wird überprüft. Falls sie den Partner nicht schon gewählt hat, wird sie dies in diesem Lebensjahrsiebt vermutlich machen, um sich so von der Einheit zur Zweiheit zu entwickeln, denn Zugehörigkeit ist in diesem Lebensjahrsiebt ein grosses Thema. So nimmt sie einen Platz in der Welt ein, wird jedoch vor dem 30. Lebensjahr nochmals innehalten um zu überprüfen, ob sie einen Richtungswechsel vornehmen soll.

Es ist aber auch die Zeit der ersten Beziehungskrisen, Trennungen und Scheidungen. Damit verbunden kann auch das Thema «Alleinerziehend» mitschwingen.

Eine wichtige Aufgabe für Anna: Sie sollte darauf achten, dass sie sich nicht übermässig anpasst und abhängig wird von dem, was andere denken und wollen. Die Frage: «Wo bleibe ich?» oder: «War das alles?» kann auftauchen, besonders bei geistiger Unterforderung bei ausschliesslicher Familienarbeit, immer für andere zu sorgen. Demnach sollte sie ihrem Hunger nach Wissen und Weiterbildung nachkommen und den Wunsch nach Veränderung ernst nehmen.

Und Max? Auch Max wird von der Leichtigkeit der unbegrenzten Möglichkeiten Abschied nehmen und sich für einen Beruf entscheiden. Zugehörigkeit ist auch für ihn ein grosses Thema. Die Partnerin für’s Leben wird gesucht oder ist bereits gefunden. Vor dem 30. Lebensjahr wird auch er nochmals überprüfen, ob er «raus aus den alten Schuhen möchte».

Wichtig für Max ist, dass er sein Wissen erweitert und seine Weiterbildung ernst nimmt.

Mögliche Fragen für Sie zu Ihrer persönlichen Situation dazu wären:

  • Was hat mir die Welt zu bieten gehabt damals – was steht mir heute zu
  • Welchen Platz habe ich im Leben eingenommen?
  • Welchen Platz nehme ich heute in der Gesellschaft/persönlichen Umfeld ein?

In drei Wochen geht die Geschichte von Anna weiter. Freuen Sie sich auf das Thema des 6. Lebensjahrsiebt: Auf dem Boden der Wirklichkeit. Ich freue mich auf Sie!

Carmen Peter, Life Balance Coach mit Schwerpunkt Wechseljahre / Midlife-Crisis

www.carmenpeter.ch

Quelle: Rudolf Steiner, Erik H. Erikson, Brigitte Hieronimus

Life Balance in Schieflage? Kennen Sie die Inhalte der «Lebensjahrsiebte?

In meinen Coachings erlebe ich immer wieder, wie wertvoll es ist, die Inhalte der einzelnen «Lebensjahrsiebte» in Bezug auf die Life Balance zu kennen: jedes Lebensjahrsiebt hat seinen eigenen Schwerpunkt mit Inhalten, die erfüllt werden sollten. Geschieht dies nicht, kann es zu einem Entwicklungsstau führen und die Life Balance gerät unversehens in Schieflage, möglicherweise zeigt sich eine Krise. Besonders anfällig für Krisen ist die Pubertät (3. Lebensjahrsiebt) und die Zeit während des Wechsels (7. Lebensjahrsiebt). Man wird aufgefordert, sich Gedanken zum Leben zu machen, Bedürfnisse zu erkennen und sein Leben neu zu gestalten. Grosse aber durchaus auch kleine Änderungen sind willkommen! Lassen Sie sich vom folgenden Inhalt erfreuen, überraschen und anregen.

Heute widme ich mich dem 1. Lebensjahrsiebt anhand der Geschichte von Anna (es könnte auch ein Max sein). Wir starten bei Annas Geburt bis zum Ende ihres 6. Lebensjahres. Ja, es gibt viel zu erkunden für den neuen Erdenbürger.

Anna kommt mit der grundsätzlichen Haltung zur Welt, dass diese gut ist. Sie kann noch nicht für sich selbst sorgen. Sie erlebt eine starke Bindung, normalerweise zur Mutter und lebt mit dieser in Symbiose. Das heisst, Anna erlebt ihre Mutter als Teil ihrer Person. Es ist wichtig, dass sie sich in ihrer ersten Bindungserfahrung gut aufgehoben fühlt, denn genau hier entsteht ihr Ur-Vertrauen aber auch Ur-Misstrauen. Später wird dies durch die Familie und dann durch Spielgefährten/innen ausgebaut. Nach und nach beginnt Anna, eine breit gefächerte Palette sinnlicher Eindrücke aufzunehmen – so, dass sich ihre Sinne entfalten und erweitern können.

Mit etwa 3 Jahren wachen ihr Ich-Erlebnis und die Erinnerungsfähigkeit auf. Dann taucht Anna ein in die spannende Welt des Spiels, und mit der Trotzphase beginnt ihre Autonomie. Sie möchte Sachen, die Spass machen, wiederholen und Sachen, die sie nicht gerne macht, vermeiden. Als Übergang wird der Eintritt in den Kindergarten und die Einschulung empfunden.

Schwierigkeiten würde es Anna bereiten, wenn sie in ihren ersten Lebensjahren eine unsichere Beheimatung oder eine mangelnde Befriedigung der Grundbedürfnisse wie Bindung und Orientierung erfahren müsste. Dies sind mögliche Fallen, die sich ihr im ersten Lebensjahrsiebt stellen.

Mögliche Fragen für Sie persönlich dazu wären:

  • Wie habe ich Bindung und Zugehörigkeit erlebt und wie erlebe ich sie heute?
  • Wer war neben meinen Eltern für mich da?

In drei Wochen berichte ich, wie die Geschichte von Anna weitergeht und welche Schwerpunkte im 2. Lebensjahrsiebt liegen. Ich freue mich auf Sie!

Carmen Peter, Life Balance Coach mit Schwerpunkt Wechseljahre / Midlife-Crisis

www.carmenpeter.ch

Quelle: Rudolf Steiner, Erik H. Erikson, Brigitte Hieronimus