Life Balance in Schieflage? INNERE WAHRHAFTIGKEIT – Das 9. Lebensjahrsiebt

Im 9. Lebensjahrsiebt (56 bis 62 Jahre) beschäftigen sich Anna und Max mit dem Thema: Innere Wahrhaftigkeit. Sozusagen von der Pflege des Schrebergartens zum Weltgarten. Interessiert? Lesen Sie weiter!

Anna und Max stehen nun dem ersten Jahrsiebt polar gegenüber. In den ersten sieben Jahren hat sich ihre Welt durch die Sinne geöffnet und sie haben mittels der Sinne den Kontakt zur Aussenwelt aufgenommen. Nun sind sie an dem Punkt angelangt, wo sich ihre Sinne, die Fenster zur Aussenwelt, langsam schliessen. Zum Beispiel hören ihre Ohren nicht mehr so gut oder sie brauchen eine Brille. Anna und Max müssen also ganz bewusst etwas für ihre Sinne tun, damit sie ihnen weiterhin den Kontakt zur Welt vermitteln. Jede künstlerische Tätigkeit, jede Übung des Denkens, jede Kreativität als solche fördert die beiden in den Sinnen.

Es kann auch sein, dass sie sich mit Krankheiten auseinandersetzen müssen. Mit diesen müssen sie für den Rest ihres Lebens fertig werden. Vielleicht haben sie Zucker oder Rückenschmerzen oder einen zu hohen Blutdruck und diese zwingen sie zu veränderten Verhaltensweisen im Leben oder zu Umstellungen in der Ernährung. Sie müssen jetzt die Entsagung lernen und dafür sind diese Krankheiten manchmal eine Hilfe.

Es ist gut möglich, dass Anna und Max nochmals eine Sturm- und Drangphase vor dem Ruhestand verspüren und Lust haben nochmals etwas anzupacken oder Veränderungen vorzunehmen.

«Mein Leben wird zur Lebensphilosophie». Jeder Mensch hat ein ausserordentlich reiches Leben, und wenn er bewusst daran arbeitet, die Erlebnisse zu einer Lebensphilosophie umzugestalten, so hat er die Aufgabe dieses Jahrsiebts angepackt und kann sozusagen von der Pflege des Schrebergartens zum Weltgarten aufsteigen. Resignation und Bitterkeit verleiten jedoch zur Starrheit, Sturheit, Geiz, Machtausübung und Bevormundung. 

Mögliche Fragen für Sie zu Ihrer persönlichen Situation dazu wären:

  • Habe ich meine wichtigsten Lebensziele verwirklichen können?
  • Wie sieht es mit meiner geistigen Schaffenskraft aus?
  • Wie sieht meine Lebensbilanz bis jetzt aus?

In vier Wochen geht die Geschichte von Anna und Max weiter. Freuen Sie sich auf das 10. Lebensjahrsiebt: Ernten und Säen! Ich freue mich auf Sie!

Carmen Peter, Life Balance Coach

www.carmenpeter.ch

Quelle: Rudolf Steiner, Erik H.Erikson, Brigitte Hieronimus